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Barbarafeier 2025 & 50 Jahre Bergmannsverein Finstergrund Wieden e.V.

Bild: A. Wietzel (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Bild: A. Wietzel

 Bild: A. Wietzel 

Mit einem Sektempfang, Gottesdienst und einer abendfüllenden Jubiläumsfeier hat der Bergmannsverein Finstergrund Wieden e.V. am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen begangen. Rund fünf Jahrzehnte nach Vereinsgründung präsentierte sich der Verein als ein zentraler kultureller Träger der Region, getragen von ehrenamtlichem Engagement, historischem Bewusstsein und einer tiefen Verbundenheit zum Bergbau im oberen Wiesental.

Bereits der Sektempfang zu Beginn machte deutlich, dass das Jubiläum weit über den Verein hinausstrahlt: Mitglieder, Ehrengäste, Vertreter von Kommunen und befreundeten Bergmannsvereinen waren zahlreich erschienen, um die Arbeit zu würdigen, die seit 1975 mit stetiger Beharrlichkeit geleistet wurde.

Vorsitzende blicken auf frühe Pionierjahre zurück

In seiner Festansprache erinnerte Vorsitzender Martin Wietzel an die Anfänge des Vereins, die eng mit der Öffnung des Finstergrundstollens verbunden sind. Der Ausbau zum heutigen Besucherbergwerk sei ein „Kraftakt ganzer Generationen“ gewesen, geprägt von technischen Herausforderungen, behördlichen Verfahren und unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden. Wietzel zeichnete die Entwicklung des Vereins über mehrere Meilensteine hinweg nach – vom ersten Ausbau bis zu jüngsten Investitionen wie dem Informationszentrum für Bergbau und Geologie. Sein Rückblick war zugleich Würdigung und mahnender Hinweis darauf, dass dieses kulturelle Erbe ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht denkbar wäre. Als Zeichen der Anerkennung überreichten die Wiedener Vereine eine kunstvoll gearbeitete Feuerschale mit der Aufschrift „Glückauf“, Vorsitzender Clemens Jäger übergab jedem Vereinsvertreter als Erinnerung ein Holzgeschenk mit dem Logo des Bergmannsvereins. 

Feierlicher Gottesdienst mit Bergmannstradition

Ein Höhepunkt des Tages war der Gottesdienst, der von Fahnenabordnungen der Bergmannsvereine aus Wieden, Buggingen, Neubulach und Aalen-Wasseralfingen begleitet wurde. Clemens Jäger erinnerte während des Gottesdienstes den verstorbenen Vereinsmitgliedern und die 1987 vom Bergmannsverein der Kirche Wieden gestiftete Barbarastatue. Die musikalische Gestaltung durch den Gesangverein und die Bergmannskapelle verlieh der Feier einen feierlichen, fast zeremoniellen Charakter, ein deutlicher Ausdruck gelebter Tradition.

Ehrengäste würdigen Engagement des Vereins

Bei der anschließenden weltlichen Feier in der Gemeindehalle begrüßten Vorsitzende Jäger und Wietzel zahlreiche kommunale Vertreter, darunter Landrätin Marion Dammann, Bürgermeister Peter Schelshorn (Schönau), Bürgermeister Michael Fischer (Wieden) sowie die Altbürgermeister Berthold Klingele und Harald Lais.

In ihren Grußworten hoben Dammann und Fischer insbesondere die Rolle des Bergmannsvereins als identitätsstiftenden Faktor der Region hervor. Der Verein habe „Geschichte bewahrt, touristische Bedeutung geschaffen und das Gemeinschaftsleben gestärkt“, hieß es übereinstimmend.

Christian Pross überbrachte die Grüße des Landesverbandes und betonte die Vorbildfunktion des Wiedener Vereins im Bereich ehrenamtlicher Pflege des Montanwesens.

Ein Rückblick voller Bilder – ein Ausblick voller Verantwortung

Ein emotionaler Moment war die multimediale Rückschau von Jäger und Wietzel, die anhand historischer Fotos und Dokumente eindrücklich zeigten, wie umfangreich die geleistete Arbeit der vergangenen fünf Jahrzehnte war. Von der Vereinsgründung am 01. März 1975 bis über die zahlreichen Projekte – vom Erhalt der Stollen über Modernisierungen bis hin zu baulichen Erweiterungen – belegten die enorme Bedeutung des Vereins für die regionale Geschichte.

Dass die Bergmannskapelle und später die Finstergrund-Musikanten den Abend musikalisch begleiteten, verlieh der Veranstaltung einen festlichen Abschluss. Mit dem traditionellen Bergmannslied „Glückauf“ endete der offizielle Teil der Feier – begleitet vom obligatorischen Schnaps, der diese Tradition seit jeher unterstreicht.

Ein Verein mit Zukunft

Der Jubiläumsabend zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Bergbautradition sein kann – und wie sehr sie das kulturelle Gefüge einer Region prägt. Der Bergmannsverein Wieden blickt auf 50 erfolgreiche Jahre zurück und sieht sich zugleich in der Verantwortung, dieses Erbe auch künftig zu bewahren. Jäger erinnerte auch die jungen Generationen an die Pionierarbeit der Vereinsgründer bzw. Gründer des Besucherbergwerks.

DANKE

Danke den Wiedener Vereinen für die Jahrzehntelange Zusammenarbeit.

Der Bergmannskapelle Wieden, den Original Finstergrund Musikanten, dem Männergesangverein Wieden, sowie auch der Freiwilligen Feuerwehr Wieden für das Wirten bei der Veranstaltung.

 

Hier einige Eindrücke der Veranstaltung:

 Bild: A. Wietzel 

 Bild: A. Wietzel 

 Bild: A: Wietzel 

 Bild: M. Fischer 

 Bild: A. Wietzel 

 Bild: A. Wietzel 

 Bild: A. Wietzel 

 Bild: A. Wietzel